Die Atmung im Yoga
Die Atmung ist der Vorgang im menschlichen Körper, der ihn am meisten mit den so dringend benötigten Vitalstoffen versorgt. Diese Tatsache macht leicht verständlich, wieso das Sanskritwort Prana, Lebensenergie, oft mit dem Atem gleichgesetzt wird.
Im Yoga-Unterricht nach dem Konzept von Isabella Welsch lernt man von Anfang an, mit dem Atem zu arbeiten. Der Atem wird bewusst verlängert und verfeinert und man entspannt sich mit dem Atem auch in unangenehme Empfindungen hinein, statt ihn anzuhalten.
Die Atemverfeinerung geschieht mithilfe der Ujjayi-Atmung, bei der ein leiser Reibelaut in der Kehle entsteht. Später werden verschiedene Atemrhythmen erarbeitet, die die unterschiedlichen Übungsgruppen (Vorbeugen, Rückbeugen, Sitzhaltungen...) unterstützen. Die Atempausen (Kumbhakas) sind wichtige Bestandteile dieser Rhythmen. Richtig eingesetzte Atmung wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann verschiedene Erkrankungen (z.B. grippale Infekte) abfangen oder mildern.