Vayus und Bandhas

 

In der Feinstofflehre des Hatha-Yoga geht man davon aus, dass sich Prana, die Lebenskraft, im menschlichen Organismus in fünf funktionalen Aspekten oder Winden (Vayus) ausdrückt.

 

Zwei davon, nämlich die aufsteigende und die absteigende Energie (Prana und Apana), haben für die Praxis des Hatha-Yoga besondere Bedeutung. Sie sollen mithilfe spezieller Atemtechniken und „Verschlüsse" (Bandhas) bewusst gelenkt werden.

 

Die 4 Bandhas sind:

  1. Jiva-Bandha

  2. Jalandhara-Bandha

  3. Uddiyana-Bandha

  4. Mula-Bandha

 

Bei den Bandhas - mit Ausnahme von Jiva Bandha - handelt es sich um Muskelkontraktionen, die in Verbindung mit dem Atemrhythmus gesetzt und gelöst werden. Ein Gutteil der Tiefenwirkung des Yoga (v.a. auf den Energiehaushalt und die inneren Organe) hängt mit dem richtigen Einsatz der Bandhas zusammen.

 

Im Yoga-Unterricht nach dem Konzept von Isabella Welsch wird der Umgang mit den Bandhas ab Hatha-Yoga I langsam und systematisch eingeübt.