Die 3 Gunas
Nach der indischen Lehre der 3 Gunas ist die gesamte, materielle Erscheinungswelt eine Verbindung der 3 unterschiedlichen Qualitäten Rajas, Tamas und Sattva. Im Menschen wirken sie auf folgende Weise:
Rajas: Energie, die nach außen fließt und zu Bewegung und Aktivität führt. Wenn sie überhand nimmt, kann sie innere Unruhe, Überaktivität und Aggression hervorrufen.
Tamas: Energie, die nach innen fließt und das Schwer-Werden und Zur-Ruhe-Kommen fördert. Wenn diese Energie überhand nimmt, kann sie zu Trägheit und Dumpfheit führen.
Sattva: ausgeglichene Energie. Im Sattva-Zustand verbinden sich die polaren Energien zu ruhiger Wachheit oder wacher Ruhe. Man fühlt sich in der Mitte.
Verschiedene Yoga-Übungsweisen fördern auf unterschiedliche Weise die oben genannten energetischen Qualitäten. Yoga-Unterricht nach dem Konzept von Isabella Welsch zielt darauf ab, dass letztlich jede/r Übende seine/ihre eigene Übungspraxis so gestalten soll, dass sie Einseitigkeiten ausgleicht und zur Mitte führt.