DIE UNTERRICHTSSTUFEN

 

Gemäß der fünf Hüllen (Koshas) kann der Mensch sein wahres Wesen als seine innerste Essenz erfahren. Dieses ist von den folgenden fünf Hüllen umgeben:

  1. Annamaya-Kosha: der menschliche Körper
  2. Pranamaya-Kosha: der Atem bzw. die Lebensenergie
  3. Manomaya-Kosha: der seelisch-geistige Bereich (Gedanken und Gefühle)
  4. Vijnanamaya-Kosha: die tiefere (spirituelle) Erkenntnis
  5. Anandamaya-Kosha: ein Empfinden intensiver Seligkeit

 

Die Yoga-Praxis zielt darauf ab, alle Hüllen anzusprechen und zu durchdringen. Es werden Anleitungen und Hilfen zur Erfahrung aller Hüllen gegeben. Diese mehrstufige System zeichnet sich sowohl durch eine Steigerung des Schwierigkeitsgrads als auch durch eine Verfeinerung der Aufmerksamkeit (von der groben Hülle hin zur Feinen) aus. In der Yoga- Ausbildung werden alle Stufen in Theorie und Praxis durchgegangen.

 

 

 

Basisstufe: für AnfängerInnen

Auf dieser Stufe werden Yoga-Grundhaltungen gelernt, die z.T. mit freien Aufwärmübungen vorbereitet werden. Um etwaige Verletzungsquellen zu erkennen, ist die Präzision in der Ausführung sehr wichtig. Es erfolgt eine Einführung in die wichtigsten Aspekte der Atmung, vor allem in Verbindung mit einfachen Bewegungen.

 

 

 

 

Hatha-Yoga I: für leicht Fortgeschrittene

In dieser Stufe erhöht sich der Schwierigkeitsgrad gegenüber Stufe 1 nur geringfügig. Es erfolgt eine Einführung in die Bandhas und einfache Sonnengrußvarianten. Das genaue Üben in Verbindung mit bewusster Atmung wird fortgesetzt. Yoga-Hilfsmittel (Sessel, Gurt, Klotz, Kissen...) können eingesetzt werden, um die Übungen optimal an den Körper mit seinen Stärken und Schwächen anzupassen.

 

 

 

Hatha-Yoga II: für mäßig Fortgeschrittene

Auf dieser Stufe werden komplexere Sonnengrußvarianten sowie weitere Übungsabfolgen und genaue Atemlenkung gelehrt. Das Üben bekommt sowohl eine stärkere Intensität als auch mehr Feinheit. Informationen zu den Hintergründen des Übens vertiefen die Übungspraxis.

 

 

 

 

Hatha-Yoga III: für Fortgeschrittene

Hier werden verhältnismäßig lange, fließende Sequenzen unter regelmäßigem Einbeziehen aller drei Bandhas geübt. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich, wobei nicht die Akrobatik, sondern das Lenken der eigenen Energien im Vordergrund steht.