Die 5 Elemente
Hatha-Yoga basiert ebenso wie Ayurveda und die Feinstofflehre des Tantrismus (Chakrenlehre) auf dem Konzept der fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Raum). Die Elemente sind bestimmten Konstitutionstypen, Chakren, psycho-energetischen Befindlichkeiten, Körperregionen und Übungsgruppen (Vorbeugen, Rückbeugen, Hüftöffnungen etc.) zugeordnet.
Nach dem Yoga-Unterrichts-Konzept von Isabella Welsch liegt zu Beginn der Übungspraxis der Fokus auf dem Erdelement. Im Laufe der Unterrichtsstufen arbeitet man relativ systematisch vom groben zum feinen Element.
Die Themen der 5 Elemente auf der psychischo-energetischen Ebene:
Erde: Sicherheit und innere Ruhe, langsam werden, an einem Ort bleiben, sich geerdet fühlen und der Schwerkraft hingeben
Wasser: Im Fluss sein, sich für Vergnügen öffnen, emotionale und sinnliche Bewegung erlauben, empfänglich sein
Feuer: Willenskraft, Selbstwert, Mut, Überwindung von Faulheit, Risiken eingehen
Luft: Sich mit der Qualität und Kraft der Liebe verbinden, Vertrauen, Hingabe, ein offenes Herz haben
Raum: Innere Wahrheiten nach außen tragen, Selbstausdruck, Kreativität, Kommunikation
Man geht davon aus, dass jeder Mensch die Qualitäten von ein oder zwei Elementen besonders leicht in seinem Leben umsetzen kann und diese daher oft übertreibt. So kommt er aus dem Gleichgewicht. Die Yoga-Praxis zielt darauf, alle den Elementen zugeordneten Körperregionen gleichmäßig energetisch zu aktivieren und auf diese Weise wieder zu mehr Harmonie zu führen.