Wo Hatha-Yoga hinführt

25. Juni 2013

Hatha-Yoga ist eine Art von Basistraining im Sinne einer “ganzheitlichen Gymnastik”. Durch das Üben erwirbt man eine gewisse Grundfitness, es dient dem Energieausgleich und hat eine harmonisierende Wirkung auf alle Ebenen im Körper (Muskeln, Gelenke, Organe, Atemapparat, Nervensystem, Immun- und Hormonsystem). Diesen vielfältigen Wirkungen von Yoga ist es zu verdanken, dass er u.a. auch gerne als Basistraining für Sport, Kampfkunst, Tanz oder Akrobatik verwendet wird. Wo aber führt der Hatha-Yoga hin, wenn er im Sinne des Yoga vertieft wird und nicht in Richtung Sport oder Akrobatik geht? Um den Yoga-Weg zu vertiefen, braucht es Introspektion, also Innenschau, Selbstreflexion. Da geht es darum, sich dessen bewusst zu werden, was sich im Geist abspielt, welche Konzepte, Gedanken und Gefühle in uns sind und wie wir mit ihnen umgehen. Hier beginnt der Weg der Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung, den man als Lehrer/in vor allem in Form von Einzelarbeit gut begleiten kann. Dieser Weg mündet direkt in die Yoga-Meditation als spirituelle Praxis.

von Isabella Welsch