Yoga und Gewaltfreie Kommunikation

19. November 2013

Im Rahmen der Yogalehrerausbildung gibt es das Unterrichtsfach “Yoga in der Kommunikation”. Hier üben wir ein, unsere yogischen Grundhaltungen der Achtsamkeit und Gewaltlosigkeit im zwischenmenschlichen Miteinander umzusetzen. Wie können wir Achtsamkeit und Gewaltlosigkeit leben, wenn wir frustriert oder enttäuscht sind, uns ärgern oder verletzt sind? Um Yoga im Umgang mit unseren Gefühlen zu praktizieren, ist ein eigenes Handwerkszeug notwendig. Die Übungen auf der Matte helfen uns zwar, uns leichter in einen Zustand des Beobachtens zu versetzen und nicht so schnell und so unbewusst zu reagieren, wie wir es ansonsten täten. Jedoch gibt es noch weitere, noch konkretere Hilfen für den Umgang mit schwierigen, emotionalen Zuständen. Die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg bietet hier eine klare Unterstützung an und lehrt, wie man sich selbst mit all seinen Gefühlen und Bedürfnissen klar ausdrücken kann, ohne sich selbst oder andere zu beschimpfen oder zu beschuldigen, ohne sich in eine Negativspirale zu begeben und das Ganze ohne den Zwang, positiv denken zu müssen! Für Menschen, die Yoga in einem uns üblichen Alltag praktizieren wollen, d.h. die sich nicht in eine Einsiedelei zurückziehen wollen, ist dies meiner Meinung nach die wichtigste Form von Yoga überhaupt! Im Rahmen der Ausbildung wird dieses Unterrichtsfach bei Vielen schon nach kurzer Zeit zum Lieblingsfach…